VIENNACONTEMPORARY 2022

08.09.–11.09.2022

VIENNACONTEMPORARY 2022

Ansicht Showroom, Galerie Martin Janda, 2022, Foto: Manuel Carreon Lopez / kunstdokumentation.com

Stand A14

Die Galerie Martin Janda zeigt an der viennacontemporary 2022 Werke von Hugo Canoilas und Chin Tsao (曹晶).

Hugo Canoilas' thematisches Universum ist die Tiefsee, die der Künstler als Metaphernraum für Spekulationen und Projektionen über eine nichtkoloniale Zukunft nützt. Die Tiefsee ermöglicht uns das sinnliche Erleben neuer Lebensformen, weil diese nun erstmals sichtbar werden - durch von Robotern im Meer gewonnene Daten, Proben und erstellte Aufnahmen. Canoilas verbindet also Technik, Biologie und Kunst zu einer Übung oder, besser, zu dem Versuch, Schönheit so zu verwenden, dass wir mehr Empathie für sämtliche Lebensformen verspüren. Sein Werk erkennt das Andere an, indem es auf posthumanistische Denkströmungen Bezug nimmt, die die anthropozentrische Sicht auf die Welt in Frage stellen und zu einer empathischen Einstellung zu Natur und Umwelt aufrufen.

Hugo Canoilas, geboren 1977 in Lissabon, lebt und arbeitet in Wien (AT). Canoilas ist Träger des Kapsch Contemporary Art Prize 2020/2021. Einzelausstellungen (Auswahl): CAV, Coimbra; Calouste Gulbenkian Foundation, Lissabon; 2020 mumok, Wien; Serralves Museum, Porto; 2016 Chiado Museum Lisbon, Lissabon; 2007 Frankfurter Kunstverein, Frankfurt. Gruppenausstellungen (Auswahl): 2022 Istituto Svizzero, Rom; 2021 Kunstverein in Hamburg, Hamburg; Vienna Biennale for Change, MAK, Wien; Salzburger Kunstverein, Salzburg; Culturgest, Lissabon; 2014 De Appel, Amsterdam. Sammlungen: mumok, Wien; Calouste Gulbenkian Foundation; Artothek des Bundes, Wien; Wien Museum; Lentos Kunstmuseum Linz; EVN Collection; Vienna Insurance Group u. a.

Chin Tsaos (曹晶) Praxis umfasst Skulpturen, Installation, Musik, Performance und neue Medien. Tsao ist fasziniert von materieller Künstlichkeit als Erzählung menschlicher Erinnerung und Geschichte. Ihre Keramik- und Porzellanarbeiten sind von historischen Stilen wie der Chinoiserie und dem Art deco inspiriert: ein Spiel mit Ornamentik und Prunk. In ihren Werken schafft sie einen anachronistischen Moment, um die historischen Ereignisse zwischen Ost und West sowie die Hybridisierung von Vergangenheit und Zukunft zu thematisieren. Ihre Erscheinung überschneidet sich in unserer Zeitwahrnehmung mit den sich verändernden Identitäten einer postglobalisierten Kultur.

Chin Tsao, geboren 1989 in Taipei (TWN), lebt und arbeitet in Wien (AT). Chin Tsao ist eine der Preisträgerinnen des Preises der Kunsthalle Wien 2021.
Einzelausstellungen (Auswahl): 2022 Echo Correspondence, Wien; 2021, Jo-Anne, Frankfurt; 2020 Nevven Gallery, Gothenburg; Whitedwarf projects, Wien; 2019 Stiegel3, Wien, Artist Statement// Parallel Vienna, Wien. Gruppenausstellungen (Auswahl): 2022 Galerie Martin Janda, Wien; Kunsthalle Wien, Wien; 2020 Künstlerhaus Klagenfurt, Klagenfurt. Performances im Volkstheater Wien (Rote Bar), mumok, Wien.

31.08.2022

Kategorie: Messen

Tags: Canoilas, Chin Tsao