Hugo Canoilas: CARNIVALESCA WAS MALEREI SEIN KÖNNTE

Kunstverein in Hamburg, 06.3. –02.05.2021

Hugo Canoilas: CARNIVALESCA WAS MALEREI SEIN KÖNNTE

Hugo Canoilas, Gizmo, 2021, high fluid acrylic on wool, 230 x 230 cm

Mit der Gruppenausstellung CARNIVALESCA wollen wir einen Dialog mit einer traditionellen Kunstform führen: der Malerei. Für unsere Annäherungen haben wir uns mit der Bedeutung des Wortes Karneval beschäftigt – einem kulturellen Phänomen, das unzählige synkretistische und kulturelle Transformationen auf der ganzen Welt erlebt, weil es Ausgelassenheit, Freude und sogar Melancholie hervorruft. Der Raum des Karnevals ist ein Ort wo Hierarchien infrage gestellt werden und ein Plural von Positionen vorhanden ist. Aus dieser Perspektive schlagen wir vor, dass die Malerei kein ordentlicher oder geordneter Diskurs ist: Was macht ein solches „Medium“ oder eine „Disziplin“ im heutigen nicht-disziplinären Feld der Kunst aus, es entsteht ein karnevalesker Raum. Einer, in dem Performativität, Körper, Künstler*innen-Subjekte und ihre Gesten sowie ihre pluralistischen, globalen Bedeutungsgeschichten formal gleichberechtigt sind. Dies ist als eine Strategie gedacht, um die Orthodoxien der westlichen Kunst und ihre Kontrolle darüber, was Malerei ist, zu überwinden.

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung von Künstler*innen über Generationen hinweg, die die Grenzen der Malerei erweitert haben. Sie zeigt die Szene der zeitgenössischen internationalen Malerei in ihrer ganzen Vielfalt an künstlerischen Ansätzen, ihrer Diversität an diskursiver Auseinandersetzung mit dem Medium und der Art und Weise, wie Malerei eine Vielzahl individueller Ausdrucksformen über Kulturen hinweg Gestalt verleiht.

Teilnehmende Künstler*innen: Firelei Báez, Semiha Berksoy, Anna Betbeze, Anna Boghiguian, Hugo Canoilas, Beatriz González, El Hadji Sy, Donna Huanca, Helen Johnson, Lee Kit, Victor Man, Thao Nguyen Phan, Khalil Rabah, Raphaela Vogel

Kunstverein in Hamburg

05.03.2021

Kategorie: Ausstellungen

Tags: Canoilas