Nilbar Güreş

FO.KU.S - Foto Kunst Stadtforum, 27.11.2014–24.01.2015

Nilbar Güreş

Nilbar Güreş, SANSÜR TrabZONE SERİSİ’nden / CENSORSHIP from the TrabZONE SERIES, 2010

Nilbar Güreş geht es in ihrer Kunst um Fragen kultureller Identitäten und damit verbundene Normierungen. In ihren Fotografien, Videos und Collagen thematisiert sie die Klischees gesellschaftlicher Sichtbarkeit von Frauen, um provokante Gegenbilder zu entwerfen, in denen sie die traditionalistischen Rollenzuweisungen unterläuft und zugleich auch höchst subtil die abwehrende Haltung der westlichen Gesell­schaft gegenüber Kleidungsvorschriften religiös geprägter Kulturen ins Spiel bringt.

Filmischen Standbildern ähnlich konstruiert sie in Großfotos alltägliche Szenen, in die sie jedoch mit poetischer Erfindungsgabe und kritischem Witz irritierende Elemente einschleust. Die Bilder aus dem scheinbar konventionellen weiblichen Le­benszusammenhang werden nun merkwürdig rätselhaft und führen uns in eine viel­schichtige und widersprüchliche, auch nachdenklich stimmende andere Wirklichkeit.

Kuratorin der Ausstellung: Dr. Silvia Eiblmayr

Nilbar Güreş ist 1977 in Istanbul geboren, sie studierte an der Fakultät für bildende Künste der Marmara-Universität in Istanbul und an der Akademie der bildenden Künste Wien und lebt in Istanbul und Wien.

Ausstellungen: How to talk about things that don’t exist, 31st Bienal de São Paulo, São Paulo (BR) (2014); Rainbow in the Dark, SALT Galata, Istanbul (TR) (2014); Fair Play, MAXXI, Rome (IT) (2014); Meeting Points 7: ten thousand wiles and a hundred thousand tricks, 21er Haus, Vienna (A) (2014); Ghosts, Spies and Grandmothers, SeMA Biennial, Mediacity Seoul, Seoul (KR) (2014); AGITATIONISM, EVA International Ireland’s Biennial, Limerick City, Irland (IE) (2014; Private Matters, Apexart, New York (US) (2014); An inspiration of history, curated by Adnan Yildiz. Palais De Tokyo, Paris (2013); Sofia Contemporary 2013: Near, Closer, Together. Curated by Övül Durmusoglu, Sofia (2013); How to Live Together?, Salzburger Kunstverein, Salzburg, (A) (2013); 6th Berlin Bienniale, curator Kathrin Rhomberg (2010); What Keeps Mankind Alive? 11th International Istanbul Biennial´ (2009).

Eröffnung der Ausstellung am 26. November 2014, 19.00 Uhr

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung wird der Professor-Hilde-Goldschmidt-Preis an Nilbar Güreş verliehen.
Laudatio: Dr. Martin Hochleitner, Direktor des Salzburg Museums

FO.KU.S - Foto Kunst Stadtforum

26.11.2014

Kategorie: Ausstellungen

Tags: Güres