Tania Pérez Córdova: Tragic, comic and bold facts.

05.06.–20.07.2019

Tania Pérez Córdova
Ausstellungsansicht, Galerie Martin Janda, 2019
Foto: Anna Konrath

Tania Pérez Córdova
Ausstellungsansicht, Galerie Martin Janda, 2019
Foto: Anna Konrath

Tania Pérez Córdova
Rain, 2018
aluminum (fragment of a roof that was cast, melted, and recast into its own mold)
82,5 x 54 x 4 cm

Tania Pérez Córdova
Spare change, 2019
brass and bronze (trumpet that was cast, melted and recast into its own mold)
13 x 47 x 15 cm

Tania Pérez Córdova
Ausstellungsansicht, Galerie Martin Janda, 2019
Foto: Anna Konrath

Tania Pérez Córdova
Ausstellungsansicht, Galerie Martin Janda, 2019
Foto: Anna Konrath

Tania Pérez Córdova
Temporary space between two strangers, fourth bite, 2019
stone-plaster, silver, wall paint
55 x 8 x 3 cm

Tania Pérez Córdova
Ausstellungsansicht, Galerie Martin Janda, 2019
Foto: Anna Konrath

Tania Pérez Córdova
Ausstellungsansicht, Galerie Martin Janda, 2019
Foto: Anna Konrath

Tania Pérez Córdova
Ausstellungsansicht, Galerie Martin Janda, 2019
Foto: Anna Konrath

Tania Pérez Córdova
Tragic, comic and bold facts., 2019

Tania Pérez Córdova
Tragic, comic and bold facts., 2019

Eröffnung: Dienstag, 4. Juni 2019, 19 Uhr

Die Galerie Martin Janda zeigt von 5. Juni bis 20. Juli 2019 die zweite Einzelausstellung von Tania Pérez Córdova.

Ein Trompete spielender Mann geht vorbei. Er bittet um Kleingeld. Die Melodie klingt vertraut, und sie löst eine Assoziationskette aus. Eine Trompete, ein Topf, ein Wasserhahn, ein Kleiderbügel – abgeformt, eingeschmolzen und noch einmal in ihre eigene Gussform gegossen. So werden die Gegenstände Kopien ihrer selbst, verlieren Masse im Entstehungsprozess. Würde man dieses Verfahren oft genug wiederholen, wären die Dinge verschwunden.

In einer kleinen Notiz in einem ägyptischen Museum in Italien stand, dass einige der Figuren von der jeweils folgenden Dynastie einfach wiederverwendet wurden, indem man ihren Gesichtsausdruck leicht veränderte. Ein Mund und ein Auge aus Bimsstein wiederholen diese Idee. Der Mund wird in seiner zweiten Version gezeigt, dieses Mal trägt er roten Lippenstift.

Eine Serie von Objekten aus extrahartem, steinähnlichem Gips, der normalerweise für Gebissabdrücke verwendet wird, verkörpert die zeitliche Distanz zwischen zwei Fremden. Beide Arten von Vertiefungen - durch die Bissabdrücke der Menschen und durch die Bearbeitung der Objekte entstanden - wurden mit Gold und Silber gefüllt.

Auf Marmorstücken liegen künstliche Zähne und Fingernägel, eine Halskette aus Falschgold, kosmetische Kontaktlinsen und andere Materialien:  ein undeutliches menschliches Porträt durch eine Sammlung künstlicher Erweiterungen seines Körpers.

Eine Keramikfliese mit drei verschiedenen Arten Vogeldreck.

In der Ferne geht eine Person in einem blau gestreiftem Hemd vorbei.

Schlussendlich, im Hintergrund, Vulkanasche.

Text: Tania Pérez Córdova

Tania Pérez Córdova, *1979 in Mexico City, lebt und arbeitet in Mexico City.