Maja Vukoje

12.09.–31.10.2007

Maja Vukoje
Ausstellungsansicht Galerie Martin Janda, 2007

Maja Vukoje
Wetland, 2007
Acryl, Spray, Öl auf Leinwand
210 x 240 cm

Maja Vukoje
MacGuffin, 2007
Acryl, Spray, Öl auf Leinwand
230 x 260 cm

Maja Vukoje
Vincent Gallo, 2007
Acryl, Spray, Öl auf Leinwand
190 x 150 cm

Maja Vukoje
Ankunft, 2007
Acryl, Spray, Öl auf Leinwand
230 x 210 cm

Maja Vukoje
Ausstellungsansicht Galerie Martin Janda, 2007

Maja Vukoje
Ausstellungsansicht Galerie Martin Janda, 2007

Maja Vukoje
Ausstellungsansicht Galerie Martin Janda, 2007

Maja Vukoje
Ausstellungsansicht Galerie Martin Janda, 2007

Die Galerie Martin Janda zeigt von 12. September bis 31. Oktober 2007 neue Arbeiten von Maja Vukoje. Das Bild, das Maja Vukoje zentral in ihrer dritten Einzelausstellung in der Galerie präsentiert, ist spektakulär: goldfarben, harte Kontraste. Es ist aber auch ein äußerst zurückhaltendes Bild: klassische Komposition, in sich ruhende Figuren, mit reduzierter Palette charakterisiert. Wetland (2007) zeigt vier Figuren: einen Mann und eine Frau in jeweils zwei Posen – sie stehen, hocken oder balancieren auf Felsformationen, die aus einer gold glänzenden Wasserlandschaft herausragen. Die Personen wirken wie Skulpturen auf ihren Sockeln. Es scheint ihnen schwer, fast unmöglich, die Positionen zu tauschen, zu genau sind sie an ihre Posen gebunden. „Ich habe die Figuren leicht gesprüht und dadurch entpersonifiziert – nun erinnern sie an Geister oder Archetypen, die mit Medienbildern so etwas wie kollektive Schatten bilden.“ (Maja Vukoje)

Vukojes neue Bilder überraschen durch ihre Heterogenität. Es sind nicht Bilder einer Serie, kein Abarbeiten eines zu verfolgenden thematischen Ansatzes, sondern sehr konzentrierte Einzelwerke, deren vielleicht einzige Konstante Momente von Sehnsucht bilden. Immer wieder sind Ansätze und Zitate früherer Werkgruppen zu erkennen: Einerseits aus den karikaturhaften Malereien der frühen 1990er, mit denen Maja Vukoje nach ihrem Studium bei Maria Lassnig erstmals größere Bekanntheit erlangte, aber genauso auch Elemente ihre langjährigen Beschäftigung mit dem physischen Körper und der inneren und äußeren Zerbrechlichkeit der menschlichen Psyche. In ihren neuen Werken setzt Maja Vukoje nicht nur inhaltlich, sondern auch maltechnisch neue Schritte. Die Kompositionen werden dichter, erzählerische Momente erscheinen vorhanden, werden dann jedoch wieder ge- oder zerstört.

In Sangoma (2007) sitzen drei junge Frauen in einer phantastischen Wüsten- und Felslandschaft. Sie halten Stäbe in ihren Händen, der Ausdruck ihrer Gesichter ist weltabgewandt, wie in höchster Konzentration während eines Initiationsritus. „Als Träger der Handlung steht die Landschaft: ein Zufluchtsort, in dem sich der Mensch als ein Element des Ganzen, der Natur fühlen kann, wobei die Landschaft zugleich auch ein manipulierter Ausschnitt von Natur ist. Da ich den Innenraum der Bühne durch den Außenraum der Landschaft ersetze, möchte ich das Imaginäre als das Reale erscheinen lassen.“ (Maja Vukoje)