Jan Merta

18.01.–04.03.2006

Jan Merta
Proportionen, 2005
Acryl auf Leinwand
41,2 x 48 cm

Jan Merta
In seiner Haut, E.T., IV, 2005-06
Acryl auf Leinwand
125 x 396 cm

Jan Merta
Do slunce (To the sun), 1997-2006
Acrylic on canvas
200 x 241 cm

Jan Merta
Idealni zarici V (Ideal Glänzender V), 2005
Öl auf Leinwand
275 x 211 cm

Jan Merta
Ausstellungsansicht Galerie Martin Janda, 2006

Jan Merta
Stillleben mit Liegendem, Sitzender und Gehende, 2005
Öl auf Sperrholzplatte
22,5 x 18 x 4,4 cm

Jan Merta
Die mutige Gärtnerin, 2005
Öl auf Leinwand
45,5 x 55,5 cm

Jan Merta
Voraussetzungen für Wachstum I, 2004-2005
Öl auf Leinwand
45,3 x 55,5 cm

Jan Merta
Ausstellungsansicht Galerie Martin Janda, 2006

Jan Merta
Ausstellungsansicht Galerie Martin Janda, 2006

Jan Merta
Domacky obzor (Heimatlicher Horizont), 2005
Acryl auf Leinwand
45,5 x 55,5 cm

Jan Merta
Domacky obzor (Heimatlicher Horizont), 2005
Acryl auf Leinwand
45,5 x 55,5 cm

Die Galerie Martin Janda zeigt vom 17. Jänner bis zum 4. März 2006 eine Einzelausstellung des Prager Malers Jan Merta. Merta, geboren 1952, zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern Tschechiens. Im Erdgeschoß der Galerie sind drei großformatige Öl- und Acrylbilder zu sehen, im Obergeschoß gibt eine Auswahl kleinerer Arbeiten Einblick in das äußerst komplexe Werk des Künstlers.

Merta bearbeitet einzelne Themen immer wieder, unter dem gleichen Bildtitel entstehen oft zahlreiche Variationen. Die Unterschiede sind meist klein, aber inhaltlich bedeutend: "Ich verwende Variationen, um dem Thema näher zu kommen." (Jan Merta). In his Skin (E.T.) (2006) ist bereits die vierte Variante dieses Motivs. Der Titel des Werks bezieht sich auf die bekannte Figur eines Außerirdischen aus dem gleichnamigen Film von Steven Spielberg. Ausgangspunkt für die Motivwahl des Künstlers war jedoch Der Leichnam Christi im Grabe (1521) von Hans Holbein (Kunstmuseum Basel). Merta nimmt dieses faszinierende Motiv auf und versucht, es aus seiner engen Ikonographie zu lösen, ihm an Schwere zu nehmen und mit einer leichten, transparent-lasierenden Malweise die Transformation von Leben zu thematisieren.

Auch bei Ideal Radiant (2005) handelt es sich um die Variation eines Themas - zwei Werke aus dieser Serie befinden sich in der Prager Nationalgalerie. Das Gemälde zeigt einen großformatigen Kopf, leicht aus der Mittelachse nach unten versetzt. Die Farben sind transparent, durchscheinend. Der Gesichtsausdruck wirkt sonderbar entrückt, wie leblos, und erinnert an ein am Computer entwickeltes Idealbild, changierend zwischen realistisch und künstlich. Jan Merta wollte identische Bilder malen. In der Erstwahrnehmung sind auch kaum Unterschiede zu bemerken, diese werden jedoch bei näherer Betrachtung deutlich und inhaltlich bedeutsam.

Merta arbeitet mit klassischen Bildmotiven. Er zeigt alltägliche Objekte: Vasen, Hüte, Einkaufstaschen, Gesichter, Tiere sind seine Ausgangspunkte, die er malerisch und inhaltlich transformiert, abstrahiert und deren ursprüngliche Bedeutung er immer wieder entfernt. Mertas Malerei bleibt dabei immer zurückhaltend. Durch kleine Gesten, malerische Details und oft humorvolle Bildtitel lädt er die erkennbaren Dinge mit einer komplexen Inhaltlichkeit auf.

1952 geboren in Sumperk (CZ)
1981-1987 Studium an der Kunstakademie in Prag (CZ)
Lebt und arbeitet in Prag und České Lhotice (CZ)