Joe Scanlan: Mieses to Pieces

09.09.–18.10.2003

Joe Scanlan
Self Portrait (Pay Dirt), 2003
C-Print
Ed.: 10 (+1 E.A)

Joe Scanlan
Ausstellungsansicht Galerie, Martin Janda, 2003

Joe Scanlan
Ausstellungsansicht Galerie Martin Janda, 2003

Joe Scanlan
Ausstellungsansicht, Galerie Martin Janda, 2003

Joe Scanlan
Ausstellungsansicht Galerie Martin Janda, 2003

Joe Scanlan
Concrete Poetry, 2003
Prismacolor-Marker auf Schild, Holz, Nägel
Dimensionen variabel

Joe Scanlan
Concrete Poetry, 2003
Prismacolor-Marker auf Schild, Holz, Nägel
Dimensionen variabel

Aus seiner Ausstellungsserie Store A zeigt der amerikanische Künstler Joe Scanlan vom 9. September bis zum 18. Oktober seine zweite Einzelausstellung in der Galerie Martin Janda Raum Aktueller Kunst. Der Titel der Ausstellung Mieses to Pieces ist einerseits eine Referenz an Mies van der Rohe, verweist aber auch auf den fragmentarischen und dekonstruktiven Charakter seines Zitats. Die(wort-)spielerische Seite bezieht sich auf eine traditionelle Cartoon-Serie in den USA, in welcher der ewige Kampf einer Katze ihren Lieblingsfeinden, den Mäusen (Slang: mieses), gilt.

Hellgraue Fußbodenplatten auf einer modularen Holzkonstruktion, darauf von Mies van der Rohe entworfene Aluminiumstelen, bilden die Elemente der Hauptarbeit in dieser neuesten Ausstellung.
Die inhaltliche Struktur und die räumliche Gegebenheit des Ateliers Store A in Brooklyn bilden den Ausgangspunkt verschiedenster Präsentationsvarianten. Store A ist Werkstatt und Industriebetrieb, Atelier und Konstruktionsbüro, Präsentationsort und Verkaufslokal - ein Querschnitt durch mögliche Produktionsstätten und wirtschaftliche Systeme. Der Fußboden dieses Ortes erzeugt objekthafte Eigenständigkeit, fungiert jedoch auch als Display für Scanlans "skulpturale Produkte": DIY (Do It Yourself) - eine Anleitung zum Selberbauen. Beispielsweise kann man aus zwei Billy-Regalen und einigen weiteren Produkten von IKEA nach Anleitung eines beigelegten Handbuchs einen kostengünstigen Sarg produzieren.
Joe Scanlans Ausstellung thematisiert in spielerischer Form die Errungenschaften und Verwerfungen der Moderne, stellt industrielle Fertigung und traditionelles Handwerk nebeneinander und bedient sich zur Präzisierung seiner künstlerischen Strategien aus dem Vorrat wirtschaftlichen Handelns.